Für die St. Franziskus-Stiftung Münster war es keine Frage, den Zaun für die Aktion zur Verfügung zu stellen. „Die Idee der Kampagne passt genau zu unseren Wertevorstellungen – Demokratie bedeutet Verantwortung zu übernehmen und Solidarität in der Gemeinschaft zu leben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Nils Brüggemann. „Unsere Demokratie zu stärken ist auch ein Thema, das gerade junge und künftige Generationen bewegt, die wir in unserem Bildungs- und Begegnungs-Campus für ihre Zukunft im Gesundheitswesen ausbilden möchten.“ Daher soll dieser „Herzensangelegenheit“ hier an prominenter Stelle Raum gegeben werden und auch zu – gerne auch generationenübergreifenden – Gesprächen angeregt werden. Auf dem Baugelände entsteht in den kommenden Monaten in einem ökumenischen Gemeinschaftsprojekt der Franziskus Stiftung und der evangelischen Erlöser-Kirchgemeinde eine Gesundheitsakademie mit einem Begegnungszentrum.
Zur Graffiti-Aktion kamen auch Vertreterinnen der Stiftung und der Ordensgemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen, um selbst die Spraydose in die Hand zu nehmen und damit der Aussage der Kampagne Nachdruck zu verleihen. Gut sichtbar wird sie in den kommenden Wochen auf die Grundwerte der Demokratie aufmerksam machen und zur Beteiligung an den Bundestagswahlen am 23. Februar, aber auch an den NRW-Kommunalwahlen im September aufrufen.
Der Graffiti-Künstler Mika Springwald hatte sich von der Idee ebenfalls sofort begeistern lassen. „Für so ein wichtiges Thema nehme ich mir natürlich Zeit“, sagte der Osnabrücker. „Gerade jetzt braucht es einen sichtbaren Einsatz für die Demokratie.“ In Münster ist jetzt ein besonders buntes Zeichen dazugekommen, das von den vielen Passanten in Bahnhofsnähe nicht übersehen werden kann.